Chemnitz – Forum Sachsen Digital

Chemnitz – Forum Sachsen Digital

Chemnitz – Forum Sachsen Digital 1920 1080 BAPP

Circa 200 Teilnehmer trafen sich bereits zum dritten Mal im Stadion Chemnitz zum Forum Sachsen Digital. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich um digitale Innovationen für Produktion und Logistik, die Verwaltung, die Bereiche Gesundheit, Medienbildung, Tourismus und Kultur, aber auch um die gesellschaftlichen Implikationen von künstlicher Intelligenz, Technologien wie Blockchain, die Sensibilisierung von Unternehmern oder Digitalisierung und Stadtentwicklung.

Der stellvertretende Ministerpräsident Martin Dulig eröffnete die Veranstaltungen mit sehr klaren Worten, dass Deutschland im Bereich Digitalisierung und Start Ups eine gute Linie fahre, allerdings im weltweiten Wettbewerb noch starken Nachholebedarf habe. Es müsse ein Umdenken in allen Bereich stattfinden, eine Revolutionierung der Digitalisierung, die bereits mit dem Bildungsweg beginnt und Einzug in allen wirtschaftlichen Bereichen finden muss. Es geht nicht darum, Arbeitsplätze zu reduzieren, sondern viel mehr die Arbeitskraft intelligent durch digitale Systeme zu unterstützen und somit auch dem Fachkräftemangel ein Stück weit zu begegnen. Vor allem aber ethische Aspekte wie die Möglichkeit durch Apps die den Zugriff auf städtische Überwachungskameras zu erhalten, müssen hinterfragt werden, um die Digitalisierung nicht ausufern zu lassen.

Auch Frau Dorothee Bär, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, richtete klare Worte an Länder, Kommunen und die Wirtschaft, dass Digitalisierung als Chance gesehen werden muss und nicht als Pflicht. Ein Umdenken in den Kommunen und Ländern ist nötig, ein Gedanke wie Open Source sei vor allem bei den Ländern erforderlich, dass nicht jedes Bundesland beginne seine eigene Lösung zu finden, wo bereits eine Lösung verfügbar wäre. In der Wirtschaft werden ebenfalls Systeme entwickelt die bei Land und Kommunen Anwendung finden können.

René Schröter vertrat im Bereich der Themeninseln den wichtigen Part der Bauwirtschaft der nur wenig Beachtung bei der Einladung der Teilnehmer fand. Im Workshop Digitales Planen, Bauen und Betreiben mit BIM (Building Information Modeling) – wo steht Sachsen? wurde konstruktiv diskutiert welche Hürden noch bestehen und dass eine allgemeine Anwendung viele weitere Klärungen bedarf. Eine Kompetenzgruppe wie buildingSMART e.V. ist der richtige Weg um ein System für Open BIM zu definieren und auch kleinen Ingenieurbüros die allgemeine Arbeit mit BIM zu ermöglichen.

Mit der Handwerkskammer Dresden konnte ein interessantes Format diskutiert werden, der Bauwirtschaft die Innovationen näher zu bringen bei der auch die BAPP eingebunden werden kann.